Wichtig beim Kauf ist deshalb (meine Meinung), dass in der Fahrzeug-Identifikation des Fahrzeugscheins die WOL000085xxxxxxx steht! Die '9' steht hier nämlich für das Fertigungswerk von Valmet Automotive! Wenn dagegen im Fahrzeugschein Ihr die Nummer WOL000085xxxxxxx findet, dann habt Ihr ein Rüsselsheimer Modell vor Euch. Auf diese 2 Klassen-Theorie (ich kann es noch nicht beweisen) bin ich gekommen, da eine Umfrage (leider noch nicht repräsentativ!) ergab, dass kein einziger Besitzer eines Valmet Modells Rost kennt, dagegen die mit Rüsselsheimer Ausgaben manchmal über Rost an Radläufen und Schweller klagen. Außerdem habe ich mal in einer Fachzeitung (MTZ oder Automobilproduktion) vor ein paar Jahren gelesen wie sich Opel gerühmt hat, in der Produktion eines deutschen Werkes tatsächlich noch mehr Konservierungsmittel einzusparen und wie toll das doch wäre. Ich bekam bei dieser Meldung echt einen voll dicken Hals, am liebsten wäre ich dem Verantwortlichen an die Gurgel gegangen. Kenner, die bisher sowohl ein Valmet und Rüsselsheim Exemplar im Besitz hatten, können schon anhand des Unterbodenschutzes die beiden Typen unterscheiden. Die Qualitäts-Probleme die ich mit dem Vectra und Astra persönlich kenne (erhebliche Lackprobleme, Rost nach 5 Jahren, Öl-Sauender Motor, brechende Federn und Kabelverbindungen, Knarz und Scheppergeräusche) kennt man beim Valmet Calibra überhaupt nicht. Manche Calibra Fans betonen deshalb sogar, dass sie nicht Opel, sondern Calibra-Fans sind! Ich bin saufroh dass mein Calibra in den gesegneten Hallen von Valmet Automotive zusammengebaut wurde und ich somit garantiert noch lange viel Spaß damit haben werde. Wenn dann noch statt dem Opel-Emblem eines von BMW auf dem Calibra befestigt wäre, wären nicht nur 228,647 Calibra verkauft worden und der Wertverlust wäre bei weitem nicht so heftig. Der Calibra wird in ein paar Jahre sicher ein begehrter Klassiker werden - die Qualität dank Valmet hervorragend, das Design zeitlos schön und einen würdigen Nachfolger gibt's bisher nicht (Das Astra Coupé ist nun wirklich kein Calibra Nachfolger). Zu der Last Edition des Calibra gehören unter anderem das Sportfahrwerk, 16'' BBS-Alufelgen, Irmscher Frontschürze... Der große Vorteil vom V6 ist der tolle Sound und die angenehme Art, seinen Besitzer mit 170PS zu verwöhnen.
Die reale Höchstgeschwindigkeit konnte ich bisher noch nicht austesten, da mir dazu auf der Autobahn leider zuviel Verkehr herrscht (außer ich würde am Sonntag um 3 Uhr morgen fahren). Einmal konnte ich 240km/h (laut Tacho) genießen, mehr war nicht möglich, da ein Jaguar vor mir nicht Platz machen wollte und ich kein Drängler bin. Ich kann Euch aber versichern, dass noch weit mehr möglich wäre :-) Mir persönlich ist der Top-Speed nicht so besonders wichtig, da ich meistens sowieso nur mit 130 - 180 km/h auf der Autobahn dahin gleite. Ich habe mir den V6 nicht wegen der Leistung von 170PS, sondern vor allem wegen seiner Laufruhe gekauft. Nach einer Probefahrt mit einem 4-Zylinder Calibra wäre für mich nie was anderes in Frage gekommen. Seit mir nicht böse, aber der 2,0 Liter ist mit 180km/h auf der Autobahn ein wahrer Alptraum, hat sogar noch mehr gedröhnt als mein vorheriger Astra. Die Lautstärke wäre wahrscheinlich noch gar nicht so schlimm, wenn wenigstens der Sound stimmen würde. Auch der Verbrauchs-/Gebrauchtwagenpreis-Unterschied ist nicht nennenswert. > Ich habe inzwischen schon viele Briefe von beleidigten 4-Zylinder-Fahrern erhalten. Ich möchte mich bei all diesen entschuldigen. Meine Absicht ist keinesfalls die 4-Zylinder Gemeinde zu beleidigen, ich schreib' hier nur meine Erfahrung und persönliche Meinung nieder. Wer mit seinem "kleinen" Calibra zufrieden ist, soll es weiterhin bleiben. So was ist eben Geschmacksache, wäre ja schlimm wenn alle das gleiche Fahrzeug hätten (dann würden wir alle Golf fahren) ! Anders ist es beim Turbo: Bei der ersten Probefahrt mit dem V6 sind manche enttäuscht, da sie die Power unter 3000U/min vermissen. Die Power kommt vor allem über 3000 U/min, wer sich daran gewöhnt hat, ist dann meistens begeistert. Also nicht auf den ersten Metern aufgeben, lieber ein paar Kilometer mehr fahren und die Charakteristik richtig kennen lernen. Der V6 ist wegen diesem Verhalten ein Langstreckenläufer, der sich vor allem auf der Autobahn wohl fühlt. Natürlich kann man ihn auch in der der Stadt fahren, vor allem wenn man ein Automatik-Getriebe hat. Am Anfang war das Automatik-Getriebe etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen würde ich es nimmer hergeben. Für alle die mit einem V6 trotzdem um jede Kurve hetzen wollen, gibt's noch die Möglichkeit, ein anderes Getriebe einzubauen. Es gibt' Tuner, die bauen das Getriebe vom Turbo um (von Allrad auf Frontantrieb) und montieren das an den V6. Im Internet sind alle davon begeistert, ich persönlich hatte noch keine Gelegenheit, einen solchen Calibra zu testen. Bin auch mit dem Getriebe vollstes zufrieden so wie es ist. Der Kofferraum ist echt geräumig und man kann sogar große Dinge darin unterbringen. Bei umgeklappten Rücksitzen konnten wir sogar mal einen 72er Fernseher mitsamt der Schachtel transportieren (Die Heck-knappe war natürlich geschlossen). Manche BMW Stufenheck-Fahrer wären schon froh wenn er einen 30er Fernseher Reinbekommen würde :-) Unter der Abdeckung befindet sich das Bordwerkzeug und ein Not-Reserverad. Es gibt auch Calibras mit vollwertigem Ersatzrad, aber da ist der Kofferraum dann kleiner. Besser als so ein Tire-Fit System wie es manche Autohersteller so anpreisen ist das Notrad auf alle Fälle. Hier der Innenraum. Vorne ist annehmbar viel Platz, ich hatte zuvor Bedenken, den mit 1,86m hat man da schon mal bei anderen Autos Kontakt mit dem Dach. Hinten können nur 2 normal-wüchsige angenehm sitzen. Meine Eltern haben hinten schön Platz, sollte man aber 1,80m groß sein, so muss man den Kopf schon etwas unbequem einziehen. Ist aber auch nicht schlimmer als wie bei einem alten 3er BMW :-) Die Ausstattung ist komplett: Die Klimaanlage ist bei 35C ein wahrer Segen! Bei Sommerhitze freut man sich direkt, wenn man wieder in das kühle Auto steigen darf. Getränke werden während der Fahrt im Handschuhfach gekühlt. Bei 170PS macht der Leistungsverlust bei eingeschalteter Klima auch nicht mehr viel aus. Nützlich find' ich auch die Check-Control, dieses überprüft die Glühlampen, die Füllstände von Motoröl, Scheibenwasserflüssigkeit, Kühlwasserflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und die vorderen Bremsbeläge. Die Traktionskontrolle hilft bei Bergauffahrt auf glatter Straße die Spur zu halten, was es auch sehr gut macht. Natürlich ersetzt es keine Winterreifen. Weiteres Zubehör wie beleuchtete Schminkspiegel halte ich zum Teil für etwas Spielerei, wer braucht so was ? Für alle technisch Interessierte habe ich den Calibra auch von unten fotografiert (solche Bilder sind selten). Wegen dem V6 hat er 2 Abgaskrümmer die vor dem Entkopplungsgelenk zusammengeführt werden - dahinter So, damit es komplett ist, auch noch ein Bild von der Hinterachse. Als ich das Foto schoss, hatte es fürchterlich geregnet, daher ist der Calibra auf dem Foto etwas nass, sorry. Tja und crashsicher ist der Calibra auch. Einige haben schon unfreiwillig Crash-Tests durchgeführt und bisher habe ich nur gehört, dass sich der Calibra sehr bewährt hat. Die V6 Motoren sehr sparsam, wenn man sie mit anderen Marken vergleicht. In den 3 Jahren habe ich einen Durchschnittsverbrauch zwischen 8,5 Litern/100km und 9,5 Litern/100km und das bei 170PS! Der Opel Calibra ist keineswegs perfekt. Er hat sehr viel gute Seiten, dazu zählt der günstige Preis, die geringen Zu den wenigen negativen Eigenschaften zählt die Rostanfälligkeit einiger älteren Rüsselsheimer-Calibras. Ich habe an Opel geschrieben, Den Calibra kann ich nur bestens empfehlen! Das Fahrwerk ist stabil (im Gegensatz zu den VW Passat/Audi A4 Vorderachsen deren Austausch oft schon ab 40,000km an die 2000.-DM kosten soll (laut Autobild) und die Technik ausgereift. Sollte es einen Defekt geben, der bei jedem Auto-Fabrikat vorkommen kann, sind die Ersatzteile sehr günstig, weil sie dem Vectra A entsprechen. Auch ist inzwischen das Angebot an Gebraucht-Ersatzteilen doch sehr groß.
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